Station 7 | Auengewässer |

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Auengewässer

Viele natürliche Auengewässer sind zu­geschüttet worden oder mit der Zeit verlandet. Ein Großteil der heutigen Auengewässer ist durch den Menschen entstanden, seien es Viehtränken, alte Mergelgruben oder Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg.
Im Rahmen des Projektes konnten in der Lüner Lippeaue vier neue

Kleingewäs­ser angelegt werden, die nun die Auenlandschaft bereichern und wasserliebenden Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum bieten.

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Im Rahmen des Projekts neu angelegte große Blänke in der westlichen Lüner Lippeaue

Ungleiche Schwestern

Fließ- und Stillgewässer sind Wasserlebensräume, die Pflanzen und Tieren sehr unterschiedliche Lebensbedingungen bieten.

An die Strömung des Wassers in einem Bach müssen sich Fließgewässertiere in Körperform, Verhalten und Lebensweise speziell an­passen. Im Teich hingegen steht das Wasser weitestgehend still. Die Sonne wärmt es schnell auf und schafft so eine gute Grundlage für Pflan­zen- und Tierreichtum.

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Stillgewässer bieten Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere
An einem Stillgewässer stoßen Land- und Wasserlebensraum aufeinander. Durch ein vielfältig ausgeprägtes Ufer mit vegetationsarmen Abschnitten und Bereichen mit einer abgestuften Sumpf- und Röhrichtvegetation sind beide miteinander eng verzahnt. In den Stillgewässern der Lippeaue findet man in der Schwimmblattzone etwa die Kleine Wasserlinse oder das Zwerg-Laichkraut. Wasserminze und Ufer-Wolfstrapp wachsen in der Röhrichtzone, während am Ufer Echter Baldrian und Weißes Straußgras gerne nasse Füße kriegen. Auch der Tierwelt bieten naturnahe Stillgewässer vielfältige Lebensräume.
Die Libelle etwa findet hier die Teillebensräume im und am Wasser, die sie für ihre Entwicklung braucht. Die Larven leben bis zu ihrer Umwandlung zur
erwachsenen Libelle im Wasser. Die Umwandlung der Larve zur Libelle findet an der Ufervegetation statt. Wenn die fertige Libelle aus der Larvenhaut

geschlüpft ist, wärmt sie sich in einem ausgiebigen Sonnenbad auf Blättern oder Stängeln der Pflanzen im Uferbereich auf und lässt ihre Flügel aushärten.

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Plattbauch-Libelle beim Sonnenbad (Foto: Wolfgang&Elisabeth Postler)

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