Station 13 | Lippeschifffahrt |

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Lippeschifffahrt

Ursprünglich wurde die Lippe nur kleinräumig befahren und zum Fischfang
genutzt. Erst im Mittelalter wurden Waren über längere Strecken auf der Lippe transportiert, da es noch keine ausgebauten Straßen gab. Aufgrund zahlreicher Hindernisse war dies jedoch lange Zeit sehr mühsam.
Erst die Schiffbarmachung ab 1819 machte den Weg frei: Schiffe konnten nun mehr oder weniger ungehindert von Wesel bis Lippstadt die Lippe befahren. Im Zuge der Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts und begünstigt durch den Transportweg Lippe wurde der erste Hafen in Lünen gebaut. 1847 wurden auf der Lippe 76.500 Tonnen Güter transportiert, was für damalige
Verhältnisse sehr viel war.
Mit dem Einzug der Eisenbahn 1874 bekam die Lippeschifffahrt eine noch schnellere und preisgünstigere Konkurrenz und verlor immer mehr an

Bedeutung. Der Bau des Datteln-Hamm-Kanals parallel zur Lippe besiegelte 1914 deren rasches Ende als Transport- und Schifffahrtsweg.

Hafen
Lippekahn beim Entladen der Fracht (Quelle: Museum der Stadt Lünen)

Der Zwergtaucher – ein scheuer Geselle

Zwergtaucher ernähren sich vor allem von kleinen Fischen, Muscheln und
Wasserschnecken. Sie sind sehr scheu, häufig flüchten sie, wenn sie gestört
werden. Insbesondere im Winter können sie hier unter der Brücke beim

Tauchen beobachtet werden.

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Zwergtaucher im Sommer-/Brutkleid (Foto: Karl-Heinz Kühnapfel)

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